Zeitforschung

 

Mit der interdisziplinären Schriftenreihe „Zeitforschung“ schafft der renommierte Nomos-Verlag ein Forum für die neusten Entwicklungen auf diesem Zukunftsfeld. Das Themenspektrum ist so vielfältig wie das Konzept „Zeit“ und umfasst theoretisch oder methodisch innovative Monographien und Sammelbände mit explizit zeitlichen Fragestellungen. Die Reihe spiegelt vor allem die Bandbreite aktueller sozialwissenschaftlicher Zeitdiagnosen wider: Von der zeitpolitischen Analyse moderner Beschleunigungsgesellschaften bis hin zu chronobiologischen Aspekten der Depression. Unter dem Motto „Zeitforschung ist Zukunftsforschung“ sollen ganz unterschiedliche Phänomene durchdrungen und der Austausch über Wissenschaftsdisziplinen hinweg ermöglicht werden.

 

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Band 1: Zeitpolitik - Legitimation und Reichweite eines neuen Politikfeldes

Nils Weichert entwickelt eine herausfordernd optimistische Vision: Zeitpolitik. Da Zeitkonflikte in modernen Gesellschaften allgegenwärtig geworden sind, ist eine Politik gefragt, die Zeitgerechtigkeit und Zeitvielfalt in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen rückt. Bisher ist Deutschland ein zeitpolitisches Niemandsland. Das soll sich nun ändern, denn es liegt ein erfolgversprechender Entwurf vor, der in der Beschleunigungsgesellschaft tatsächlich Wirkung entfalten könnte. Es handelt sich um ein komplexes Konzept, ein neues und integriertes Politikfeld zur Entwicklung einer zweiten Generation des Wohlfahrtsstaates, der neben materiellen Gütern auch für Zeitwohlstand verantwortlich ist. Jenseits von „Simplify your life-Ratgebern“ oder gängigen Zeitmanagementmodellen wird eine gesamtgesellschaftliche Lösung angestrebt. Dabei geht es nicht darum, bekannten Problemen das Zeitetikett aufzukleben, sondern um einen Perspektivenwechsel. Es gilt, einen gesellschaftlichen Diskurs über das menschliche und sozial zumutbare Maß der Veränderungen zu initiieren. Auf den kollektiven Wunschtraum nach Entschleunigung muss eine grundlegende Auseinandersetzung über die Verhältnisse zwischen den Zeiten folgen.

ISBN: 978-3-8329-6325-5


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Rezensionen

  1. Zeitpolitisches Magazin, Juli 2011, Jahrgang 8, Ausgabe 18, S.22-23
  2. Die ZeitSchrift, Ausgabe 29, Mai 2011
  3. Portal für Politikwissenschaft
  4. Dr. Ludwig Heuwinkel, Universität Bielefeld
  5. Björn Wagner, Universität Jena

 

 


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