Partizipation

 

PartizipationSelbst zu Wort zu kommen und sich im öffentlichen Raum Gehör zu verschaffen, ist für Menschen eine grundsätzliche Voraussetzung für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen. Partizipation bedeutet in diesem Kontext insbesondere Beteiligung, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung. Dabei ist das Wissen um Partizipationsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Dimensionen eine Schlüsselqualifikation und entscheidende Kompetenz unserer Wissensgesellschaft.


Doch nicht nur das. Demokratie lebt von den vielfältigsten Formen der Beteiligung. Daher ist es ein Hauptziel unseres Instituts, Partizipation auf politischer, kultureller, sozialer und ökonomischer Ebene zu fördern. Wir wollen Teilhabe auf diesen Ebenen vermitteln und umsetzen  - was auch bedeutet, unterschiedliche Sichtweisen, Bedürfnisse und Erfahrungen auszutauschen, um bei allen Beteiligten umfangreicheres Wissen über die verschiedenen Dimensionen von Partizipation entstehen zu lassen. Spätere Entscheidungen können darauf aufbauen und es werden umfassende, den vielfältigen Interessen entsprechende Lösungen entwickelt.

 

Aktionsfelder

Politische Partizipation

Ökonomische Partizipation

Soziale Partizipation

Kulturelle Partizipation

 

Im Rahmen zahlreicher Projekte erproben wir ganz unterschiedliche Ansätze, die Ausgangspunkt für ein friedliches Miteinander sind:


In einer ersten Dimension fördern wir innerhalb unserer Arbeit ganz direkt Konflikt-, Toleranz-, Empathie- und Kooperationsfähigkeit. In einer Erweiterung sind darunter auch Kritik-, Diskurs-, Dialog- und Zusammenhang stiftende Solidar- und Reflexionsfähigkeit zu fassen. Es geht vor allem darum, Beteiligungskompetenzen weiter zu entwickeln und zu verbessern, um die Prinzipien Gewaltfreiheit, Nichtdiskriminierung, Verantwortungssinn und gegenseitige Anerkennung zu gewährleisten.


Auf einer weiteren Ebene bedeutet das:  Einbindung von Individuen und Organisationen in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse. Wir konzipieren und begleiten Beteiligungsprozesse, um einerseits ganz unterschiedliche Gruppen zu gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen. Darüber hinaus werden Interessen, Meinungen und Ideen zusammengeführt, die möglicherweise nicht miteinander in Beziehung getreten wären. Das setzt die Akzeptanz  eines Wertepluralismus voraus und die damit verbundene Offenheit unterschiedlicher Wirkungen auf Individuen und Organisationen.


Schlussendlich bedeutet ein solchermaßen ernstgenommenes Vorgehen nicht nur frühzeitige und aktive Einbeziehung aller relevanten Beteiligtengruppen in die entsprechenden Prozesse  – etwa bei der Klärung der Zielkriterien –, sondern: Transparenz – also die Offenlegung des Vorgehens und die kontinuierliche kommunikative Validierung der Zwischenergebnisse mit den Beteiligtengruppen.