Diversity
Im August 2006 wurde das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzt" verabschiedet. Die Umsetzung dieser europäischen Richtlinie in nationales Recht soll die Gleichbehandlung und fairen Umgang mit Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters, kultureller Herkunft, sexueller Orientierung und Religion fördern.
Antidiskriminierungsgesetze
Die Richtlinie zur Gleichbehandlung ohne Unterschied der Rasse verbietet Rassendiskriminierung in zahlreichen Bereichen, einschließlich Zugang zu Arbeitsplätzen, Arbeitsplätzen, Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Bildung, Zugang zu Waren und Dienstleistungen und Sozialschutz. Die Rahmenrichtlinie für Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf verbietet Diskriminierung aus Gründen des Alters, einer Behinderung, der Religion oder der Weltanschauung und der sexuellen Orientierung im Bereich der Beschäftigung und der Berufsausbildung.
Diversity - Verpflichtung und Chance
Der Begriff „Diversity“ wird meist mit „Vielfalt“ übersetzt. Im Unternehmenskontext bezieht sich „Vielfalt“ auf die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeitenden, der Kunden oder auch der Aktionäre. Während durch die Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie innerhalb der EU bei Diversity-Themen derzeit eine zunehmende Regulierung zu verzeichnen ist, sollten die Unternehmen - neben der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben - vorhandene Gestaltungsspielräume nutzen, um zu einem differenzierteren Verständnis beizutragen.
In den vergangenen Jahren wurde diese Vielfältigkeit in Unternehmen eher als Konfliktpotenzial denn als Chance gesehen. Heute ist es hingegen für jede Führungskraft wichtig, die Verschiedenartigkeit der Mitarbeitenden zu verstehen, um die darin liegenden Potenziale zum Tragen zu bringen und damit letztlich den Unternehmenserfolg zu steigern. Für eine optimale Zusammenarbeit müssen Menschen einander akzeptieren, wie sie sind. Dies setzt ein Verständnis des eigenen kulturellen Hintergrundes voraus. Nur so lässt sich auch das „Andere“ nachvollziehen. Missverständnisse können vermieden und ein reibungsloses Miteinander gewährleistet werden. Vielfalt ermöglicht Kreativität, erhöht die Innovationskraft und trägt so zum Unternehmenserfolg bei. Sie bietet die Möglichkeit, im Unternehmen auf Trends wie Globalisierung und Individualisierung oder etwa auf die demografische Entwicklung einzugehen und rechtzeitig an konstruktiven Lösungen zu arbeiten.
Diversity Management
Übergeordnetes Ziel von Diversity Management ist es den Erfolg eines Unternehmens, einer Organisation oder Institution durch die Wahrnehmung und Nutzung von Vielfalt der Beschäftigten zu steigern. Dass die Förderung von Vielfalt einen wirtschaftlichen Nutzen bringt, meinen 83% von befragten Unternehmen, die Diversity Strategien verfolgen. Dies ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Europäischen Kommission. Als wichtigster Vorteil wurde die Behebung von Arbeitskräftemangel und die Möglichkeit der Einstellung und Bindung von qualifiziertem Personal genannt. Betont wurde von vielen Unternehmen, dass das Ziel des Einsatzes von Diversity Management nicht nur die Einhaltung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsgesetzten ist; sie erhoffen sich vor allem wirtschaftlichen Nutzen.
Der Einsatz von Diversity Management kann Kundennähe und Markterfolg optimieren, wenn die Vielfalt der Belegschaft die Vielfalt des Marktes widerspiegelt. Beispielsweise kennen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund die jeweiligen kulturellen Besonderheiten oftmals besser und können diese Kenntnisse einbringen – z.B. im Umgang mit Kunden aus demselben Kulturkreis.
Diversity Management kann letztendlich die unterschiedlichsten Ziele im Unternehmen erfüllen, fokussiert auf verschiedene Zielgruppen. Dazu gehört verbesserte Chancen-gleichheit, die Unterbindung von Diskriminierung und eine erhöhte Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit kann Diversity Management einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie im Unternehmen leisten.
Darüber hinaus sind vor allem die ökonomischen Ziele einleuchtend. Zu Beispiel das Marketing: Segmentierung der Beschäftigten in Übereinstimmung mit den Absatzmärkten. Erschließung des Kaufkraftpotentials von Minoritäten und Nutzung des Reputationseffekts bei Kunden und Lieferanten. Personalmarketing: Optimale Nutzung der bereits vorhandenen Vielfalt der Beschäftigten und bewusster Aufbau eines vielfältigen Personalstammes durch gezielte Rekrutierung. Dies führt zu Reduktion der Kosten durch Verringerung von Fehlzeiten und Fluktuation durch höhere Mitarbeitermotivation und –zufriedenheit.
Leistungen
Wir unterstützen Sie dabei, ihre vorhandenen betrieblichen Ressourcen besser zu erkennen und die Wachstumsprozesse im Verlauf der Organisationsentwicklung nachhaltig zu gestalten. Wir stärken die Managementkompetenzen der Unternehmensführung und der Führungskräfte, stärken Eigenverantwortung und Selbstmanagement der MitarbeiterInnen durch spezielle Qualifikationsmaßnahmen und wir helfen bei der Entwicklung einer Unternehmens- und Führungskultur.
- Individuelle Prozessbegleitung
- Qualitative und Quantitative Analyse des Unternehmens bzgl. Diversity und Diskriminierung (Mitarbeiterbefragung, Klimaanalyse)
- Sensibilisierungs- und Umsetzungsworkshops für Management, Führungskräfte, Mitarbeiter und Auszubildende
- Diskriminierungsarme Eignungsdiagnostik (Vorauswahl, Assessments, Gespräche)
- Positionierung als Employer of Choice (Hochschulmarketing, Rekruiting)
